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<title>Swath-Lotsenversetzsystem</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Swath-Lotsenversetzsystem</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Das <b>SWATH-Lotsenversetzsystem</b> besteht aus dem <a href="Lotsenstationsschiff" class="mw-redirect" title="Lotsenstationsschiff">Lotsenstationsschiff</a> und den als Tender bezeichneten <a href="Lotsenversetzboot" class="mw-redirect" title="Lotsenversetzboot">Lotsenversetzbooten</a> in SWATH-Bauweise (<a href="Small_Waterplane_Area_Twin_Hull" title="Small Waterplane Area Twin Hull">Small Waterplane Area Twin Hull</a>). Ein SWATH-Boot ist ein Mehrrumpfboot ähnlich einem <a href="Katamaran" title="Katamaran">Katamaran</a>, das auch bei starkem Seegang deutlich weniger rollt als ein Einrumpfboot. Damit wird die Gefahr beim Übersetzen des <a href="Lotse" title="Lotse">Lotsen</a> minimiert.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Das_SWATH_Prinzip">Das SWATH Prinzip</h2></div>

<p>SWATH-Schiffe haben einen Doppelrumpf (ähnlich einem <a href="Katamaran" title="Katamaran">Katamaran</a>) mit zwei torpedoförmigen Auftriebskörpern unter Wasser, die mit dem Überwasserteil des Schiffes durch eine schmale stegartige Konstruktion verbunden sind. Dabei ist es ausschlaggebend, dass die das Wasser durchstoßenden Flächen möglichst klein sind. Je kleiner diese Flächen sind, umso geringer sind die Rollbewegungen bei Seegang. Dieses Prinzip wurde 1880 erstmals vom Erfinder Charles&nbsp;G.&nbsp;Lundborg vorgeschlagen.
</p><p>1938 stellte der kanadische Ingenieur <a href="Frederick_George_Creed" title="Frederick George Creed">Frederick George Creed</a> die Idee des SWATH der britischen Marine, später auch der US-Navy vor; allerdings waren diese nicht interessiert. 1946 wurde ihm dafür ein britisches <a href="Patent" title="Patent">Patent</a> erteilt. Die Vorteile wurden seinerzeit zwar erkannt und sollten unter anderem für Seadrome, einen schwimmenden Flughafen, eingesetzt werden. Das SWATH-Prinzip wurde in der Folgezeit für mehrere Anwendungen patentiert. SWATH-Schiffe wurden von der Schifffahrtswelt jedoch nur für Sonderanwendungen gebaut und genutzt, da sie prinzipbedingt nur eine geringe Zuladung ermöglichen. Daher verbleiben Anwendungen zum Personentransport, als Forschungs- und Marineschiffe. So wurde das SWATH-Prinzip z.&nbsp;B. beim Taucherbasisschiff <i><a href="Duplus" title="Duplus">Duplus</a></i> (1969 abgeliefert von <i>Boele’s Scheepswerf &amp; Machinefabriek N.V.</i> in Bolnes, Niederlande) für die Ölindustrie eingesetzt. Bekannt wurde auch das SWATH-Schiff <i><a href="Sea_Shadow" title="Sea Shadow">Sea Shadow </a></i> (IX-529) (US Navy und Lockheed 1985) und das Forschungsschiff <i>Frederick G. Creed</i> (1988 abgeliefert von der Werft Swath Ocean Systems Incorporated, San Diego, Kalifornien). Weltweit wurden bis 2011 etwa rund 100 Schiffe nach dem SWATH-Prinzip abgeliefert. Die Werft Abeking &amp; Rasmussen zählt Ende 2012 mit 21 abgelieferten Schiffen zu der Werft mit den meisten abgelieferten SWATH-Schiffen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Entwurf_und_Modellversuche_des_SWATH-Lotsenversetzsystems">Entwurf und Modellversuche des SWATH-Lotsenversetzsystems</h3></div>
<p>Da es wenig Erfahrungen bei der Formgebung der Unterwasser-Schwimmkörpern und der Ermittlung des Schiffswiderstandes gab, wurden die Konstruktion der Schiffe und die Berechnung der Antriebsleistung mit Unterstützung von Prof. Dr.&nbsp;L.H. Seidl durchgeführt. Besonders wichtig waren seine Berechnungen über das Verhalten im <a href="Seegang" title="Seegang">Seegang</a> bei verschiedenen Geschwindigkeiten.
</p><p>Da die vom Wasser benetzten Flächen dieses Schiffstyps aufgrund der Unterwasser-Schwimmkörper größer sind als von vergleichbaren Einrumpfschiffen, war ein größerer Reibungswiderstand zu erwarten. Andererseits liegt der besondere Vorteil in den kleinen, die Wasseroberfläche durchstoßenden, Wasserlinieflächen, wodurch sich ein sehr niedriger Wellenwiderstand ergibt. Der für die Antriebsleistung entscheidende Schiffswiderstand ergibt sich aus der Addition des Reibungs- und des Wellenwiderstandes.
</p><p>Nach diesen theoretischen Ergebnissen wurden die Schiffe entworfen, <a href="Modell" title="Modell">Modelle</a> für die SWATH-Fahrzeuge gebaut und in ausführlichen Testreihen in <a href="Schiffbau-Versuchsanstalt" title="Schiffbau-Versuchsanstalt">Schiffbau-Versuchsanstalten</a> untersucht. Diese Modellversuche dienten neben den <a href="Numerische_Str%C3%B6mungsmechanik" title="Numerische Strömungsmechanik">numerischen CFD-Berechnungen</a> (CFD = Computational Fluid Dynamics) zur Ermittlung des Schiffswiderstandes und der Antriebsleistung sowie der Wellenbilder im Bereich der Stützen. Dafür mussten von den Versuchsanstalten neue Verfahren entwickelt werden, da die kleinen Wasserlinienflächen als Besonderheit dieses Schiffstyps keine frei tauchenden und trimmende Modelle erlaubten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Probefahrten_des_Tenders">Probefahrten des Tenders</h3></div>
<p>Die Ergebnisse der <a href="Probefahrt" title="Probefahrt">Probefahrten</a> in der Deutschen Bucht ergaben gute Übereinstimmungen des Leistungsbedarfs für den Antrieb mit den Berechnungen und den Modellversuchen. Dabei wurde der für SWATH-Schiffe berechnete und im Modellversuch gemessene typische Widerstandsbuckel im Bereich von 9–11&nbsp;Knoten auch bei der Probefahrt bestätigt. Im Rahmen der Entwicklung des SWATH-Lotsensystems wurde ein Forschungsvorhaben durchgeführt und daher wurden umfangreiche Probe- und Abnahmefahrten ermöglicht, an denen auch die Marine beteiligt war. Viele Fahrten wurden zum Vergleich gemeinsam mit einem Einrumpfschiff durchgeführt. Dazu wurde ein Patrouillenboot mit 50&nbsp;Metern Länge und einer Verdrängung von 370&nbsp;Tonnen gewählt. Von besonderem Interesse war das Verhalten im Seegang und die Untersuchung von Slamming-Effekten. Slamming trat nicht auf und auch die Beschleunigungen im Bugbereich waren fast unabhängig von der Geschwindigkeit. Die Manövrierversuche zeigten, dass die Schiffe bei der Fahrt durchs Wasser kursstabil sind und der Drehkreis aus voller Fahrt etwa drei Schiffslängen entspricht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Anwendung_des_SWATH-Lotsenversetzsystems_für_das_Konzept_Elbe_Range"><span id="Anwendung_des_SWATH-Lotsenversetzsystems_f.C3.BCr_das_Konzept_Elbe_Range"></span>Anwendung des SWATH-Lotsenversetzsystems für das Konzept Elbe Range</h2></div>
<p>Das als Elbe Range bezeichnete Konzept wurde für zwei als Lotsentender bezeichnete 25-Meter-Versetzboote und für ein 50-Meter-Stationsschiff für die Elbmündung geplant und realisiert. Diese Entwicklungsarbeiten wurden von der Werft <a href="Abeking_%26_Rasmussen" title="Abeking &amp; Rasmussen">Abeking &amp; Rasmussen</a> von Dr.-Ing. K. Spethmann maßgeblich vorangetrieben und gemeinsam mit den Lotsen wurden wertvolle Erfahrungen gesammelt. Das Prinzip wurde bei den weiteren Lotsenversetzdiensten der Weser und auch für die Niederlande und Belgien weitgehend übernommen. Bei den Entwicklungs- und Entwurfsarbeiten wurde die Werft von Prof. Dr. L. H. Seidl von der Universität <a href="Hawaii" title="Hawaii">Hawaii</a> unterstützt, der über Erfahrungen im Entwurf von SWATH-Schiffen verfügte.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="SWATH-Stationsschiff_Elbe_und_SWATH-Tender_Döse_und_Duhnen_(1999/2000)"><span id="SWATH-Stationsschiff_Elbe_und_SWATH-Tender_D.C3.B6se_und_Duhnen_.281999.2F2000.29"></span>SWATH-Stationsschiff <i>Elbe</i> und SWATH-Tender <i>Döse</i> und <i>Duhnen</i> (1999/2000)</h3></div>
<p>Seit der Jahrtausendwende befindet sich das System mit inzwischen mehreren SWATH-Lotsenstationsschiffen und SWATH-Tendern im Einsatz. 1999 wurden die ersten Lotsen-Tender <i>Döse</i> und <i>Duhnen</i> nach SWATH-Bauart in Dienst gestellt. Das neue SWATH-Stationsschiff <i>Elbe</i> hat 2000 seinen Dienst aufgenommen. Die Tender werden vom Stationsschiff aus besetzt und versorgt. Im regelmäßigen Abstand kehrt das Stationsschiff zum Einsatzhafen zurück, wird mit Treibstoff, Wasser und Vorräten versorgt, und es findet ein Besatzungs- und Lotsenwechsel statt.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Lotsenstationsschiff_Elbe_(Hanse)"><span id="Lotsenstationsschiff_Elbe_.28Hanse.29"></span>Lotsenstationsschiff Elbe (Hanse)</h3></div>
<p>Die erste in SWATH-Bauweise gebaute <i>Elbe</i> lag vorwiegend auf ihrer Station im Seegebiet zwischen Helgoland und Neuwerk. Der Aufenthalt der Lotsen ist aufgrund der SWATH-Formgebung auch bei starkem Seegang angenehmer als auf einem Schiff in Einrumpfbauweise. Die Maschinenräume sind in den Schwimmkörpern untergebracht. Die Kabinen der Lotsen und Besatzung und auch die Aufenthaltsräume befinden sich in den Aufbauten auf der Plattform über den Schwimmkörpern.
</p><p>Im Gegensatz zu den Lotsentender erfüllt das Stationsschiff im Wesentlichen Aufgaben als Hotelschiff und bietet viel Platz für rund 40&nbsp;Lotsen und 25&nbsp;Besatzungsmitglieder. Mit einer Länge von 49,9&nbsp;m, einer Breite von 22,55&nbsp;m und einem <a href="Tiefgang" title="Tiefgang">Tiefgang</a> von 6,5&nbsp;m ergibt sich eine Verdrängung von rund 1450&nbsp;Tonnen. Die <i>Elbe</i> ist mit 2135&nbsp;BRZ vermessen, verfügt über vier Dieselmotoren zum Antrieb von vier Generatoren (4&nbsp;× 750&nbsp;kVA) und läuft mit der Antriebsleistung von 2000&nbsp;kW 14&nbsp;Knoten.
</p><p>2010 wurde ein neues, mit 60,4 m Länge und 24,6 m Breite etwas größeres, Lotsenstationsschiff abgeliefert, es erhielt ebenfalls den Namen <i><a href="Elbe_(Schiff%2C_2009)" title="Elbe (Schiff, 2009)">Elbe</a></i>. Die alte <i>Elbe</i> wurde auf den Namen <i><a href="Hanse_(Schiff%2C_2000)" title="Hanse (Schiff, 2000)">Hanse</a></i> umgetauft und steht als Ersatzschiff zur Verfügung.<sup id="cite_ref-AR_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-AR-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>


<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Lotsentender">Lotsentender</h3></div>
<p>Die zwei Lotsentender <i>Döse</i> und <i>Duhnen</i> wurden als Verdränger mit einer <a href="Schiffsma%C3%9Fe#Verdrängung" title="Schiffsmaße">Verdrängung</a> von 125&nbsp;Tonnen bei einer Länge von 25&nbsp;m und Breite von 13,5&nbsp;m für eine <a href="Geschwindigkeit" title="Geschwindigkeit">Geschwindigkeit</a> von 18,5&nbsp;<a href="Knoten_(Einheit)" title="Knoten (Einheit)">Knoten</a> (max. 20&nbsp;Knoten) entworfen. Als Material wurden zur Gewichtseinsparung überwiegend <a href="Aluminiumlegierung" title="Aluminiumlegierung">Aluminiumlegierungen</a> verwendet. Die Tender sind mit einem dieselelektrischen Antrieb nach dem Prinzip der „elektrischen Welle“ ausgeführt. Die <a href="Elektrischer_Generator" title="Elektrischer Generator">Dieselgeneratoren</a> befinden sich im <a href="Maschinenraum" title="Maschinenraum">Maschinenraum</a> auf der Plattform vor dem Steuerhaus etwa 2&nbsp;Meter über dem Wasserspiegel. Die elektrischen Antriebsmotoren (2&nbsp;× 800&nbsp;<a href="Watt_(Einheit)" title="Watt (Einheit)">kW</a>) sind in den Unterwasser-Schwimmkörpern angeordnet und hinter jedem <a href="Propeller" title="Propeller">Propeller</a> ist ein von einer Drehflügelrudermaschine betätigtes Spaten<a href="Ruder" title="Ruder">ruder</a> angeordnet. Die Gesamtleistung zum Antrieb beträgt 1600&nbsp;kW. Der Aufbau wurde für den Aufenthalt von mindestens acht Lotsen und zwei bis drei Besatzungsmitgliedern ausgelegt. Das <a href="Kommandobr%C3%BCcke" title="Kommandobrücke">Steuerhaus</a> ist als Rundumsichtbrücke mit großen Fenstern ausgeführt und ist mit zwei Fahrständen ausgestattet, je einer an der Steuerbord- und Backbord-Seite.
</p><p>Viel Entwicklungsaufwand wurde für die Formgebung der Unterwasser-Schwimmkörper, der verbindenden Stützen und Minimierung der Wasserlinienflächen getrieben. Hier mussten geeignete Kompromisse gefunden werden, da durch die Stützen neben dem Zugang zu den Fahrmotoren auch Kabel und Be- und Entlüftung zu führen war. Zur Verbesserung des Seeverhaltens wurden an den Unterwasser-Schwimmkörper aktive Flossen nachgerüstet.
</p><p>Die spezielle Form der Lotsentender erlaubt das Übersteigen der Lotsen bis 3,5 Meter Wellenhöhe bei einer Geschwindigkeit von 8–12&nbsp;Knoten (Einrumpfboot 6–8&nbsp;Knoten). Zum Übersteigen (Borden) ist ein Lotsenlift vorgesehen, der auch als „Mann über Bord“-Ausrüstung betrieben werden kann. Die Schiffsbewegungen der Tender werden mit vier kreiselgesteuerten Flossen an den Schiffsenden harmonisiert, die ab 4&nbsp;Knoten Schiffsgeschwindigkeit aktiviert werden.
</p><p>Der Ersatzneubau für die Lotsentender <i>Döse</i> und <i>Duhnen</i> ist im Frühjahr 2025 europaweit ausgeschrieben worden. Es sollen wieder SWATH-Schiff werden. Eine Auftragsvergabe wird für das Jahr 2025 angestrebt.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Lotsenstationsschiff_Weser_und_Lotsentender_in_SWATH-Bauweise_(2007)"><span id="Lotsenstationsschiff_Weser_und_Lotsentender_in_SWATH-Bauweise_.282007.29"></span>Lotsenstationsschiff <i>Weser</i> und Lotsentender in SWATH-Bauweise (2007)</h2></div>
<p>Seit 2007 befindet sich der Lotsentender <i>Wangeroog</i> in SWATH-Bauweise für die Lotsenbrüderschaft im Einsatz. Das neue Lotsenstationsschiff <i><a href="Weser_(Schiff%2C_2010)" title="Weser (Schiff, 2010)">Weser</a></i> nahm 2010 den Dienst auf und ersetzte die Lotsenstationsschiffe <i>Gotthilf Hagen</i> und <i>Kapitän König</i>. Die <i>Weser</i> ist 60&nbsp;Meter lang und 24&nbsp;Meter breit und verfügt über Kammern für 34&nbsp;Mann Besatzung und 25&nbsp;Lotsen. Damit wird das Lotsenstationsschiff rund um die Uhr je nach Dienstrhythmus 14 bis 21&nbsp;Tage auf seiner Seeposition circa drei Seemeilen vor Wangerooge eingesetzt.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-AR_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-AR-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="SWATH-Lotsenversetzsystem_für_die_Niederlande_und_Belgien"><span id="SWATH-Lotsenversetzsystem_f.C3.BCr_die_Niederlande_und_Belgien"></span>SWATH-Lotsenversetzsystem für die Niederlande und Belgien</h2></div>
<p>2005 wurden die <a href="Niederlande" title="Niederlande">niederländischen</a> Seelotsen mit zwei 25-Meter-SWATH-Lotsentender (<i>Perseus</i> und <i>Cetus</i>) ausgestattet. Auch die <a href="Belgien" title="Belgien">belgischen</a> Lotsen haben sich für dieses System entschieden. Im Dezember 2011 wurde der dritte Lotsentender abgeliefert und 2012 wurde mit dem 60&nbsp;Meter langen SWATH-Stationsschiff das belgische SWATH-Lotsenversetzsystem vervollständigt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="SWASH_–_eine_Weiterentwicklung"><span id="SWASH_.E2.80.93_eine_Weiterentwicklung"></span>SWASH – eine Weiterentwicklung</h2></div>
<p>Eine Weiterentwicklung der SWATH-Technik lieferte die <a href="Werft" title="Werft">Werft</a> <a href="Abeking_%26_Rasmussen" title="Abeking &amp; Rasmussen">Abeking &amp; Rasmussen</a> aus <a href="Lemwerder" title="Lemwerder">Lemwerder</a> mit dem <a href="Explorer_(Schiff%2C_2013)" title="Explorer (Schiff, 2013)">Lotsentender <i>Explorer</i></a>. Das Grundprinzip ist auch bei der Neuentwicklung gleich geblieben. Im Gegensatz zu den vorhandenen Lotsentendern besitzt das Schiff nur mittschiffs einen einzelnen torpedoförmigen Auftriebskörper. Die Seitenausleger dienen als Träger von stabilisierenden Schwimmern. Daher kommt der Begriff SWASH als Abkürzung für <i>Small Waterplane Area Single Hull</i>. Maschinenanlage incl. Getriebe sind im Unterwasser-Torpedo eingebaut. Durch diese Bauweise konnte das Lotsenboot etwas kleiner ausfallen. Als Besonderheit hat das Lotsenboot einen <a href="Hybridantrieb" title="Hybridantrieb">Hybridantrieb</a> mit Diesel- und Elektromotor.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Bremerlotse" title="Bremerlotse">Bremerlotse</a></li>
<li><a href="Seelotse" title="Seelotse">Seelotse</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Karl_B._K%C3%BChne" title="Karl B. Kühne">Karl B. Kühne</a> und Günther Spelde (Herausgeber): <i>Das deutsche Seelotsenwesen. Von den Ursprüngen bis in die heutige Zeit</i>, Verlag H. M. Hauschild, Bremen 2006, ISBN 3-89757-256-7.</li>
<li>L. H. Seidl, W. F. Clifford, J. P. Cummings: <i>Design and operational Experience of SWATH-Ship NAVATEK 1</i>. Marine Technology, Vol. 30, Nr.&nbsp;3, S.&nbsp;153–171.</li>
<li>K. Spethmann, M. Lühder, U. Kloschinski: <i>SWATH-Schiffe für Lotsenversetzsystem „Elbe Range“ in der Deutschen Bucht</i>. <a href="Jahrbuch_der_Schiffbautechnischen_Gesellschaft" title="Jahrbuch der Schiffbautechnischen Gesellschaft">Jahrbuch der Schiffbautechnischen Gesellschaft</a> 2000.</li>
<li>K. Spethmann, W. Leue: <i>New SWATH Generation of Pilot-System for the German North Sea Coast</i>. International Symposium RINA SURV, Göteborg 1997.</li>
<li>Peter Andryszak: <i>Doppelt fährt besser.</i> In: <i>Deutsche Seeschifffahrt</i>, Heft 11/2013, S.&nbsp;32–37, <a href="Verband_Deutscher_Reeder" title="Verband Deutscher Reeder">Verband Deutscher Reeder</a> e.V., Hamburg 2013.</li>
<li>K. Spethmann: <i>Eine effektive SWATH-Plattform in Korvettengröße</i>. Eckernförde Marineworkshop 2009.</li>
<li><i>Elbe-Range ist ein Export-Schlager in Europa geworden</i>. In: <i>Cuxhavener Nachrichten</i> vom 29. August 2007, abgerufen am 17. Dezember 2012</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-AR-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-AR_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-AR_1-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><i><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.abeking.de/News.121.0.html?&amp;cHash=5105d83869&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=106">Taufe der neuen „Elbe“</a><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotdeadurl.invalid/http://www.abeking.de/News.121.0.html?&amp;cHash=5105d83869&amp;tx_ttnews">[tt_news</a>=106 @1]</span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.abeking.de/News.121.0.html?&amp;cHash=5105d83869&amp;tx_ttnews">[tt_news</a>=106 @2]</span><span style="display:none">Vorlage:Toter Link/www.abeking.de</span> <small>(Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2023. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://timetravel.mementoweb.org/list/2010/http://www.abeking.de/News.121.0.html?&amp;cHash=5105d83869&amp;tx_ttnews">[tt_news</a>=106 Suche in Webarchiven])</small>&nbsp;<small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span>&nbsp;<b>Info:</b> Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small></i>, Pressemitteilung von Abeking &amp; Rasmussen</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><i><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20120725070020/http://www.elbe-pilot.de/cms/index.php/swath-technologie">Swath-Technologie in der Nordsee</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.elbe-pilot.de%2Fcms%2Findex.php%2Fswath-technologie">Originals</a></span> vom 25. Juli 2012 im </i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a><i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span>&nbsp;<b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://www.elbe-pilot.de/cms/index.php/swath-technologie">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.elbe-pilot.de/cms/index.php/swath-technologie">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.elbe-pilot.de</span></i>, Lotsenbrüderschaft Elbe</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Nordsee-Zeitung (Bremerhaven) vom 5. April 2025, S. 33</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20110226020501/http://www.weserjadepilot.de/index.php/historisches/morgen"><i>Versetzdienst auf der Weser und Jade in der Zukunft</i>, Lotsenbrüderschaft Weser II/Jade</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 26. Februar 2011 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><i><a rel="nofollow" class="external autonumber" href="https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/schiffbau/siemens-erprobt-elbe-lotsenboot-elektroantrieb/">[1]</a></i>, Lotsenboot mit Elektroantrieb</span>
</li>
</ol>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Pilot_boats?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Lotsenboot</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:SWATH_boats?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: SWATH</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.cuxpedia.de/index.php/Lotswesen_auf_der_Elbe">Lotswesen auf der Elbe</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.sam-electronics.de/dateien/pad/broschueren/1.064.pdf">Technische Daten Elbe</a> (PDF; 641&nbsp;kB)</li></ul></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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